Tipps zur Teezubereitung

Geposted von Katja Bänziger am

Die Dosierung und die Ziehzeit Deines Lieblingstees hängt in erster Linie von Deinem Geschmack ab. Trotzdem möchten wir folgende Ziehzeiten und Wassertemperaturen empfehlen

 

Wassertemperatur

  • Frisch abgekochtes Wasser (ca. 90 Grad) ausser beim Grünen Tee.
  • Beim grünen Tee empfehlen wir 70-80 Grad.
  • Wir selber lassen einfach das Wasser 5-10 Minuten nach dem Abkochen stehen.
  • Aber es gibt natürlich auch Tee Thermometer.

 

Früchtetee, Rooibushtee, Kräutertee, Gewürztee
1 gehäufter TL / Tasse, Ziehzeit 6-10 Minuten

 

Schwarztee
1 TL / Tasse, Ziehzeit 3-5 Minuten.

Ausnahme; Darjeeling und andere Hochlandtees; Ziehzeit nur 2-3 Minuten. Je heller (grünlicher) das Teeblatt, umso kürzer die Ziehzeit.

 

Zugabe von Milch oder Milchalternativen
Assam und Ostfiesen Mischungen trinken de meisten Menschen mit Milch. Bei den Milchalternativen mundet uns eine sähmige Hafermilch am besten, da sie leicht süsslich ist und gut mit dem Tee harmoniert. Aber das ist Geschmackssache! 

 

Grüntee
1 knapper TL / Tasse, Ziehzeit 2-3 Minuten. Ausnahme Japan!
Wenn der Tee zu bitter oder herb wird, einfach Dosierung und Ziehzeit reduzieren.

Sehr edle Sorten bittern kaum und können mehrmals übergossen werden.

 

Grüntee aus Japan
1 gestrichener TL/Tasse, Ziehzeit 1-2 Minuten für Shincha, Gyokuro und Sencha; günstigere Tees späterer Ernten (Bancha, Kukicha) bis 4 Minuten. Fast alle japanischen Tees können mehrmals übergossen werden.

Übrigens mag man in Japan selbst den Tee sehr viel stärker dosiert und länger gezogen. Alles ist Geschmackssache!

 

Weisser Tee
1 knapper TL / Tasse, Ziehzeit 5-8 Minuten oder gar nicht aus der Kanne entfernen und nochmals übergiessen. Weisser Tee bittert sehr wenig.

 

Wasserqualität
Wenn ein Tee einfach kein Aroma entfaltet, liegt es oft an zu viel Kalk im Wasser. Kalk bindet die Aromastoffe. Die Anschaffung eines Wasserfilters wäre dann hilfreich.

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Die Teepflanze und die Gesundheit

Geposted von Katja Bänziger am

Der Unterschied zwischen grünem, schwarzem und Oolongtee

Alle Tees stammen von derselben Pflanze (camellia sinensis). Der wichtigste Unterschied liegt in der Fermentation.
Grüner Tee wird nach der Pflückung gedämpft, damit die Enzyme, die das Blatt braun färben würden, zerstört werden. Grüner Tee ist unfermentiert.
Schwarztee ist fermentierter Tee.
Oolongtee ist etwas dazwischen; man lässt ihn für eine Weile welken, sodass er anfermentiert wird. Nach einer Zeit wird er gedämpft, um die Fermentation zu unterbrechen. Oolongtee ist teilfermentiert.

 

Anbauweise, Bodenbeschaffenheit, Herstellungsprozess
Die Teewelt ist unglaublich vielfältig. Pflanzenzüchtungen, Bodenbeschaffenheit, Anbauhöhe, Verarbeitungsweisen, Lagerung, Verarbeitungstemperatur – alles beeinflusst das Endprodukt. Tee beruht auf einer wunderbaren, teils hunderte Jahre alte Tradition und ist eine Wissenschaft zum Staunen und Entdecken, auch für uns, jeden Tag!


Koffein
Am meisten Koffein (Teein) enthalten grüne Japan Tees aus früher Pflückung (Gyokuro, Shincha, Sencha).Andere Grüntees und schwarze Tees enthalten ebenfalls Koffein, aber deutlich weniger als Kaffee. Früchtetee, Kräutertee (ausser Matetee und Guayusa) und Rooibushtee enthalten kein Koffein.
Wer auf Koffein empfindlich reagiert, sollte Tee statt Kaffee trinken. Und den Tee länger ziehen lassen; Koffein löst sich schon in der ersten Minute; Gerbstoffe erst ab der 3. Minute.
Da Gerbstoffe das Koffein einhüllen und es so vom Körper langsamer aufgenommen wird, macht diese Zubereitungsart den Tee nicht nur bekömmlicher, sondern auch die Wirkung länger anhaltend.
Die in Tee enthaltenen Aminosäuren reduzieren die Symptome, die koffeinempfindliche Menschen verspüren, ebenfalls. Allgemein gilt deshalb Teein als bekömmlicher als Koffein aus Kaffee, bei gleichem positiven Effekt auf Körper und Geist.


Gerbstoffe beruhigen den Magen
Eine Tasse Grüntee oder Schwarztee tut dem nervösen Magen gut, weil die Gerbstoffe die Schleimhäute des Verdauungstraktes beruhigen.


Catechine
Ein Teil dieser wertvollen Flavonoide geht bei der Fermentation verloren, deshalb enthält Grüntee etwas mehr Catechine als Schwarztee. Catechine haben ein sehr grosses antioxidatives Potenzial und gelten als Jungbrunnen.


Aminosäuren (Theanin und Gaba)
Auch hier geht bei der Fermentation zu schwarzem Tee ein Teil verloren. Aminosäuren sind wichtig für das zentrale Nervensystem und haben möglicherweise eine stressreduzierende, ausgleichende Wirkung.


Weitere wertvolle Bestandteile:
Vitamin AVitamin B, Vitamin B2, Vitamin C, CalciumKaliumPhosphatMagnesiumKupfer, Zink, 
NickelCarotine & Fluorid.


Funktionstees aus Japan
In Japan werden viele Tees mit dem Ziel, den Aminosäuregehalt zu erhöhen, speziell behandelt. Die frühe Beschattung des Blattes fördert den Gehalt an Theanin.
Am längsten beschattet wird der Gyokuro (Schattentee), gefolgt vom Kabusecha (Halbschattentee). Auch viele hochwertige Senchas werden beschattet.
Beim sogenannten Gaba Tee erfolgt ein Teil des Herstellungsprozesses unter Ausschluss von Sauerstoff, was den Gehalt an Gabasäure (eine Aminosäure) stark erhöht. Es gibt Hinweise darauf, dass Gaba stressreduzierend wirken kann.


Säure in Früchtetees
Manche Menschen reagieren empfindlich auf die in einigen Früchtetees enthaltenen sauren Bestandteile (vor allem Hibiskus und Hagebutte). Der Vorteil von eher säuerlichen Tees ist ihre Frische und Spritzigkeit. Es gibt aber viele als «mild» gekennzeichnete Früchtetees, die ebenso voll aromatisch sind, aber weniger säurebetonte Zutaten haben.


Rooibushtees
Rooibushtee besteht aus kleinen nadelförmigen Blättern des Rooibush Strauches im südlichen Afrika. Er hat ein ganz eigenes Aroma und enthält viele wertvolle Mineral- und Vitalstoffe, aber kein Koffein.

 

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